Die Wanderbewegungen von Fischen sind für das Start-up Fishlab kein Geheimnis mehr

Das Start-up Fishlab, das von der Stiftung The Ark unterstützt wird und sich in den Räumlichkeiten des Campus Energypolis in Sitten niedergelassen hat, entwickelt schlüsselfertige Anlagen, mit denen die Wasserfauna von Flüssen und Strömen mithilfe von Video und Infrarotpaneelen erfasst werden kann. Seine Daten sind für Behörden und Eigentümer von Laufwasserkraftwerken sehr nützlich. Sein Ziel ist es, seinen Zählalgorithmus zu verbessern, aber auch bis 2023 ein Dutzend Anlagen in der ganzen Schweiz zu installieren.

Fishlab wurde 2021 gegründet. Das Start-up-Unternehmen hat sich 2022 im Wallis niedergelassen, um die Synergien mit der HES-SO Valais/Wallis optimal zu nutzen. “Mit der Hochschule arbeiten wir daran, die Algorithmen zu verbessern, mit denen wir analysieren können, was in den Wasserläufen passiert. Bisher wurden sehr eingreifende Methoden wie das Fischen eingesetzt. Mit dieser Methode wurde das, was man beobachten wollte, gefangen oder sogar zerstört”, erklärt Damien Sidler, Gründer von Fishlab.

INFRAROTSENDER UND VIDEO

Heute verwendet Fishlab Infrarotlichtsender und Videokameras in Fischpässen, um die Wanderbewegungen der Fische zu dokumentieren, insbesondere wenn sie die Wasserkraftwerke in den Flüssen passieren. Seine Technologie ermöglicht es, auch nachts zu arbeiten, ohne die Fische zu stören. Das Start-up-Unternehmen übernimmt die vollständige Integration des Systems.

“Diese nicht-intrusive Methode informiert die Behörden und Betreiber von Wasserkraftwerken über deren konkrete Auswirkungen auf die aquatische Fauna”. Das Fishlab-System ermöglicht auch die konkrete Berichterstattung über die klimatischen Auswirkungen auf die Wanderungsbewegungen von Wildtieren.

VOM PROTOTYPEN ZUM PRODUKT GELANGEN

Fishlab beschäftigt derzeit vier Personen, zwei davon in Sitten (im Start-up-Bereich der Stiftung The Ark im Energypolis), eine in Genf und eine Beraterin in Zürich. “Wir sind dabei, ein Netzwerk auf nationaler Ebene aufzubauen, um die Flüsse zu überwachen”.

Bis 2023 möchte Fishlab von Prototypen zu industrialisierten Systemen übergehen, wobei bis Ende des Jahres idealerweise etwa zehn Anlagen zur Verfügung stehen sollen. Es kann beim Aufbau seiner Infrastruktur auf die Unterstützung des Bundesamts für Umwelt zählen.

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